Symposium in Strassburg

Zum 22. September 2018 hatten die Barmherzigen Schwestern in Straßburg anlässlich des 150. Todestages ihrer Generaloberin Schwester Vinzenz Sultzer (1778-1868) zu einem Symposium eingeladen. Unter dem Motto: „Mitschwester – Geistliche Mutter – Dienerin“ hatte sie die Arbeitsgemeinschaft der Archivarinnen der Föderation über mehrere Jahre mit Leben und Wirken der Schwester Vinzenz Sultzer beschäftigt.
Ihre Amtszeit als Generaloberin währte von 1813 bis zu ihrem Tode 1868. Nach den Wirren der Französischen Revolution führte sie die 1734 gegründete Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von Straßburg zu neuer Blüte, indem sie großen Wert auf die geistliche Formung der Schwestern, ihre systematische Ausbildung und auf klare Organisationsstrukturen legte. Weil in Deutschland nach der Säkularisation das Ordensleben fast verschwunden war, galten die Barmherzigen Schwestern von Straßburg bald als Vorbild für die Neugründung von Mutterhäusern sozial-caritativ tätiger Gemeinschaften im deutschsprachigen Gebiet. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts direkt oder indirekt vom Straßburger Mutterhaus gegründeten Gemeinschaften haben sich 1971 zur Föderation vinzentinischer Gemeinschaften zusammengeschlossen.
Generaloberin Sr. Blandine Klein aus Straßburg konnte rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen, die den Vorträgen („Kleines Lebensbild deiner großen Frau“ / „Mutter Vinzenz Sultzer im Spiegel ihrer Korrespondenz“ / „Ausbreitung der Barmherzigen Schwestern im deutschen Sprachraum“ / „Bleibendes Erbe – Vinzentinische Werte“) interessiert folgten. Nach der Zeit für Austausch und Begegnungen endete das Symposium mit einem Festgottesdienst.