Wie wir leben
Unsere Lebensordnung sagt: „Die Liebe zum Herrn und die gleiche Berufung zum Dienst der Barmherzigkeit hat uns zusammengeführt.“ (LO 501).
Ordensleben ist nur möglich, wenn Gott einen Menschen auf diesen Weg der Nachfolge ruft. Dabei führt dieser Weg der Nachfolge nicht etwa zu einem besseren oder besonderen Leben, wohl aber zu einer besonderen Weise christlichen Lebens.
Ordensleben ist begründet und geprägt durch die drei evangelischen Räte: Jungfräulichkeit, Armut und Gehorsam.
Die Kraft für unser Leben und unseren Dienst schöpfen wir aus Gebet, Meditation und der Feier der Eucharistie.
Durch das Stundengebet nehmen wir teil am Gebetsdienst der Kirche. Laudes und Vesper als Morgen- und Abendgebet sind Gebetszeiten, in denen wir gemeinsam Gott loben und danken und ihm die Anliegen der Kirche, unserer Gemeinschaft und der uns Anvertrauten vortragen.
Das Beten des Rosenkranzes und des Kreuzwegs sowie die Anbetung sind Gebete, die wir persönlich oder auch gemeinsam verrichten.
In Meditation, Betrachtung und Lesung der Hl. Schrift suchen wir die Nähe Jesu Christi. Je lebendiger wir mit ihm verbunden sind und sein Bild in uns tragen, um so mehr werden wir fähig, ihn in den Menschen zu erkennen und ihm zu dienen.
In der Feier der Eucharistie erfahren wir in besonderer Weise Gemeinschaft mir Jesus Christus.
Unser gemeinschaftliches Leben gehört wesentlich zu unserer Lebensform. Wir teilen miteinander geistige und materielle Güter und sind gemeinsam auf dem Weg, der uns zu Gott und zu den Menschen führt.
Unsere Gemeinschaft ist in Konventen organisiert. Konvent nennen wir eine Gruppe von Schwestern, die zusammen in einer Niederlassung leben und arbeiten.
Außer dem Konvent im Mutterhaus bestehen noch 21 weitere Konvente in unseren zahlreichen Niederlassungen.
Jeder dieser Konvente gibt sich eine Tagesordnung, die den Gegebenheiten vor Ort angepasst ist.
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